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HP EliteBoard G2a im Test: Tastatur-PC mit Ryzen AI Pro 4xx für stolze Preise

HP bringt eine neue Generation des PC-in-der-Tastatur-Konzepts auf den Markt. Das EliteBoard G2a setzt auf minimale Hardware-Upgrades, verlangt aber einen enormen Aufpreis.

HP EliteBoard G2a: Der Tastatur-PC wechselt auf Ryzen AI Pro 4xx für viel Geld

Das Konzept: Kompletter Office-PC direkt in der Tastatur

Wer an einen Desktop-Computer denkt, hat meist einen klobigen Tower oder zumindest einen Mini-PC auf dem Schreibtisch vor Augen. HP geht mit der EliteBoard-Serie einen deutlich kompakteren Weg. Das ungewöhnliche System verbirgt die gesamte Hardware eines vollwertigen Office-PCs direkt im Gehäuse einer kompakten Tastatur. Nach dem erfolgreichen Start des Vorgängers G1a schickt der Hersteller nun den Nachfolger ins Rennen. Das neue Modell soll vor allem professionelle Anwender ansprechen, die maximale Platzersparnis suchen, ohne auf die Leistung eines klassischen Büro-Rechners verzichten zu müssen. Doch der Blick auf das Preisschild lässt Zweifel aufkommen, ob sich diese Investition für die meisten Nutzer lohnt.

Minimales Technik-Update: Was bringt Gorgon Point?

Während der Vorgänger noch auf AMD Krackan Point (Ryzen AI Pro 3xx) setzte, kommt beim neuen EliteBoard G2a die Nachfolgegeneration mit dem Namen Gorgon Point beziehungsweise Ryzen AI Pro 4xx zum Einsatz. Klingt nach einem großen Sprung, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch eher als dezentes Refresh. Im direkten Vergleich zum Spitzenmodell der ersten Generation bietet der verbaute lediglich eine Taktsteigerung von mageren 100 MHz für CPU und integrierte Grafikeinheit. Abmessungen, Anschlüsse und das Gesamtgewicht bleiben laut Herstellerangaben absolut identisch. Auch bei der Speicherausstattung bleibt alles beim Alten: Die Top-Konfigurationen sind mit 32 GB DDR5-RAM und einer 512 GB großen NVMe-SSD bestückt.

Enormer Preissprung: Lohnt sich der Aufpreis?

Der wohl größte Haken an der neuen Generation ist die Preisgestaltung. In den USA schlägt das neue Flaggschiff mit rund 4.167 US-Dollar vor Steuern zu Buche. Zum Vergleich: Die vergleichbare Vorgängervariante kostete zum Start rund 3.423 US-Dollar. Damit verlangt HP einen Aufpreis von über 700 US-Dollar – und das im Grunde nur für eine minimale Taktsteigerung von 0,1 GHz. Ein Teil dieses Preisanstiegs dürfte zwar auch auf dem aktuellen Marktumfeld für Speicherkomponenten basieren, dennoch erscheint die Relation bei einem ohnehin schon sehr teuren Nischenprodukt schwer vermittelbar. Wer derzeit über den Kauf eines solchen Systems nachdenkt, sollte genau prüfen, ob die minimale Leistungssteigerung diesen massiven finanziellen Mehraufwand rechtfertigt.

Verfügbarkeit und Kaufberatung für den Online-Markt

Aktuell ist das HP EliteBoard G2a primär auf dem US-amerikanischen Markt gestartet, während eine breite Verfügbarkeit im deutschen Online-Handel noch auf sich warten lässt. Wer sich für alternative Mini-PCs oder kompakte Office-Lösungen interessiert, findet im Netz zahlreiche flexiblere Optionen, die oft ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Vor dem Kauf solch spezialisierter Hardware lohnt sich stets ein genauer Blick auf die eigenen Leistungsanforderungen. Spezielle Tastatur-PCs zahlen sich meist nur dort aus, wo jeder Zentimeter Schreibtischfläche zählt. Für klassische Home-Offices sind klassische Desktop-Alternativen oft die wirtschaftlichere Wahl.

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